Vergiss den Kleinkram: Das Pareto-Prinzip

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Das Ratlose Rentier ist unzufrieden!

 

ratloses-rentierDas Ratlose Rentier sagt:

Ich trainiere stundenlang ohne Resultate zu sehen!

Zum Abnehmen zähle ich Kalorien aber es ist so anstrengend!

Ich weiß nie ob mein Training so gut ist und wechsele es jede Woche.

 

Geht es dir auch so wie ihm? Dann ist dieser Beitrag für dich!

Denn hier lernen wir, wie du dein Leben einfacher und trotzdem effektiver machst!

Ob du es nun Pareto-Prinzip nennen willst oder nicht, die Kernaussage ist die:

Identifiziere die wenigen Taten, die dir am meisten Erfolg bringen.

Wende alle deine Energie in diesem Bereich nur auf diese großen Handlungen an, vergiss den Kleinkram.

Große Handlungen in der Ernährung

 

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Was sind in deiner Ernährung große Handlungen, die viel bringen?

Und was ist Kleinkram, der dich stresst, Zeit kostet und am Ende noch nicht einmal etwas ausmacht?

Ein Beispiel für Kleinkram:

Kalorien zählen. Jedes Mal wenn du etwas isst holst du deinen Block (oder moderner: Smartphone) raus, trägst es ein und schaust am Ende dass es nicht zu viel war.

Klingt ziemlich stressig. Kann es etwas bringen? Mit Sicherheit.

Ist es eine große Handlung, die alleine schon den Unterschied machen kann? Eher nicht.

Kalorien sind nicht gleich Kalorien und sie haben eine unterschiedliche Wirkung auf deinen Körper, je nachdem woher sie kommen.

Und was sind dann große Handlungen?

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Sie sind für jeden Menschen anders und auch nicht immer leicht zu identifizieren. Bei der Ernährung weiß man leider oft erst, was eine Handlung bringt wenn man sie schon lange konsequent durchgezogen hat.

Für mich sind es aber zum Beispiel:

  • Den Tag mit einem Obst- und eiweißreichen Frühstück beginnen. Es macht mich lange satt, bewahrt mich vor einem Zucker-Crash am Vormittag und hält mich auf Dauer schlank.
  • Wasser statt Softdrinks trinken. Es klingt so einfach und es bringt so viel. Falls es nicht schon der Fall ist: Wasser sollte dein Standardgetränk sein. Keine zuckerhaltigen Softdrinks und noch nicht einmal Fruchtsäfte.
  • Viel Gemüse zu einer Mahlzeit am Tag. Selbst wenn es immer das gleiche ist: Wenn ich abends etwas mache, versuche ich Gemüse dazuzumachen. Ich brate etwas an? Zucchinischeiben dazu. Ich esse etwas kaltes? Dazu kann ich auch eine Möhre knabbern.

Stimmen diese Dinge bei mir, kann schon nicht mehr viel schief gehen. 

Natürlich ist das alleine nicht perfekt. Zwei gemüsereiche Mahlzeiten wären bestimmt besser. Von Bio steht hier auch nichts. Auch nichts von irgendwelchen Eiweiß-, Fett- oder Kohlehydratmengen. Noch nicht einmal, dass ich zu 100% nach einer Paleo-Ernährung lebe, auch wenn ich diese super finde.

Trotzdem habe ich nicht den Anspruch an mich, alles perfekt zu machen.

Denn es geht hier nicht darum den perfekten Weg zu finden, den du (und ich) nicht gehen werden. Sondern den einfachen, effektiven Weg den wir auch tatsächlich befolgen.

Um den wir uns 99% des Tages keine Gedanken machen müssen. Und trotzdem Erfolge sehen.

 

Große Handlungen beim Training

 

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Wie stellst du dich mir denn vor? So als Betreiber von einem Blog mit „Fitness“ im Titel? Dass ich im Fitnessstudio wohne und schon ganz erfreut bin endlich trainieren zu dürfen weil ich mir nichts Schöneres vorstellen kann?

Es macht mir mittlerweile tatsächlich Spaß, mich zu bewegen. Aber ich bin trotzdem nur zwei- bis dreimal die Woche für etwa eine Stunde im Studio. Das ist nicht viel.

Auch wenn ich gerne ein gesundes, fittes Leben haben möchte, ist es mein Traum so wenig Zeit wie möglich dafür aufzuwenden. Die brauche ich nämlich für wichtigere Dinge, etwa um die Templer-Verschwörung in Assassin’s Creed zu stoppen.

Auch gibt es wieder einige große Handlungen, aber auch viel Kleinkram mit dem du deine Zeit verplempern kannst. Warum trainierst du denn? Willst du besser aussehen? Oder besser werden?

  • Wenn du schneller und länger rennen willst dann trainiere hauptsächlich, schneller und länger zu rennen.
  • Wenn du stärker oder muskulöser werden willst, dann trainiere hauptsächlich deine Kraft.

Ich habe zum Beispiel nicht den Anspruch an mich, einen Marathon zu beenden. Das ist befreiend, denn jetzt kann ich meine Zeit auf Dinge aufwenden, die mir Spaß machen und mich in Dingen besser machen, in denen ich auch besser werden will.

Wenn du mehrmals die Woche trainieren gehst, aber dann auch noch eine super Ausdauer willst und rennen gehst und dir dann noch vornimmst, schwimmen zu gehen… Ich kippe schon jetzt um. Ich würde das nicht schaffen, sondern konzentriere mich auf die Sportart, die mir Spaß macht.

Auch wenn wir uns auf die Sportart festgelegt haben gibt es noch so viel Kleinkram, der verbleibt. Im Fitnessstudio etwa:

  • Wie viele Wiederholungen und wie viele Sätze soll ich machen?
  • Wie lange Pause zwischen den Sätzen ist optimal?
  • Sollte ich zuerst den Rücken oder zuerst die Brust trainieren?

Die gute Nachricht: Auch das ist alles Kleinkram!

Was sind große Handlungen im Training?

 

CreativeCommons. Credit: jerryonlife

Mein Training jeden Tag ist theoretisch schon nach den ersten 2-3 Übungen abgeschlossen. Alles was danach noch kommt mache ich, weil es mir Spaß macht und ich noch fit bin. Es muss aber nicht mehr sein. Die großen Handlungen, die wirklich wichtig für mich sind kommen aber am Anfang:

  • Eine Beinübung, wie schwere Kniebeugen oder Kreuzheben.
  • Eine Oberkörperübung mit Ausrichtung auf den Rücken, wie Klimmzüge oder Rudern.
  • Eine Oberkörperübung mit Ausrichtung auf die Brust, wie Dips, Bank- oder Schulterdrücken.

Jetzt siehst du auch, warum ich freie Gewichte so liebe: Mit ihnen kann ich sehr viel meines Körpers auf einmal trainieren, so dass ich mit diesen drei Übungen jeden Muskel trainiert habe. Und ich trainiere den Körper als ganzes System anstatt einzelnen Muskelfragmente. So lässt sich die Kraft auch tatsächlich in den Alltag übertragen.

Mache ich diese drei Dinge konzentriert, mit ausreichend Gewicht regelmäßig, so dass ich mich langsam steigern kann erreiche ich die Fortschritte die ich haben will.

Und es ist viel befreiender eine wichtige Unterkörperübung zu machen, als 2 Oberschenkelübungen, einmal hinterer Oberschenkel, einmal Wade und 2 Bauchübungen (für die geraden und seitlichen Bauchmuskeln!).

 

Arbeite intelligenter, nicht länger

 

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Dieses Prinzip lässt sich auch auf jeden Bereich deines Lebens anwenden. Etwa in der Arbeit oder im Studium.

Ich weiß noch wie ich damals, vor einer Matheklausur, tagelang das Skript gelesen habe. Als ich dann eine Übungsaufgabe lösen wollte konnte ich nichts.

Es stand bestimmt im Skript, aber ich hatte es nicht angewandt und es war nicht mehr da. In einer Klausur, in der man etwas anwenden musst ist es Kleinkram, darüber zu lesen wie man es anwendet.

Eine große Handlung ist es, das geforderte anzuwenden und auf die Theorie zurückzugreifen wenn man nicht weiterkommt.

 

Weniger Arbeit für ein besseres Ergebnis!

 

Ein weiterer Vorteil von großen Handlungen ist: Sie motivieren mich.

  • Wenn ich ins Fitnessstudio gehe weiß ich, ich muss nur 3 Übungen machen um mein Soll zu erfüllen. Selbst wenn ich an diesem Tag keine Lust habe bekomme ich das hin.
  • Wenn ich morgens gesund frühstücke und dann keine Softdrinks trinke habe ich schon 2/3 meines Vorhabens nach gesunder Ernährung erfüllt. Dann bekomme ich das Gemüse zum Abendessen auch noch hin!

Gerade weil ich nicht den Anspruch habe, alles perfekt zu machen sondern nur meine wenigen wichtigen Punkte abzuhaken bleibe ich schon seit Jahren auf Kurs. Darauf kommt es an.

Es gibt Kleinkram und es gibt große Handlungen. Verwende deine Zeit auf Zweiteres.

 

Meine Frage an dich:

 

  • Was ist eine große Handlung in deiner Ernährung, deinem Training oder deinem Arbeitsleben?

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Bildquellen:
Pareto-Prinzip by Oliver Tacke (Lizenz). Breakfast by Nana B Agyei (Lizenz). Himbeerjoghurt by optische_taeuschung (Lizenz). New Years Resolutions by Cris (Lizenz).
Dumbbells by jerryonlife (Lizenz). Studying by Steven S. (Lizenz).

2 Gedanken zu „Vergiss den Kleinkram: Das Pareto-Prinzip

  1. Habe gerade nach Pareto-Fitness gegoogelt und bin bei Dir gelandet, sehr schöner Beitrag!

    Wusstest Du das die Apollo 11 Astronauten auch nach diesem Prinzip trainiert haben? Sie hatten dafür so ein kleines Tool für mobiles Maximalkrafttraining ohne Gewichte (musste ja auch in der Schwerelosigkeit funktionieren…). Vielleicht möchtest Du darüber auch einen Artikel schreiben oder die Methode selbst ausprobieren? Mehr dann auf Anfrage per Mail.

    Viele Grüße
    Lars

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