5 gute Gründe jetzt anzufangen

start

Anfangen ist schwer. Ich verstehe das. Über 20 Jahre war ich in der Spirale gefangen: Übergewicht -> Schlecht im Sport -> Sport macht keinen Spaß -> Bewegungslosigkeit -> Übergewicht -> …

Schon steckt man fest. In seinem Körper, in dem Leben als unsportlicher Mensch.

Ich wusste gar nicht, dass es gar nicht unmöglich ist fitter zu werden. Mir war immer klar: Mein Körperbau ist so, und versuchen gesünder zu werden hat keinen Zweck. Ich habe es ja schon einmal probiert.

„Meine Gene sind einfach schlechter als die von fitten Leuten.“

– Janek

Ja, die Gene haben einen Einfluss. Ich nehme leicht an Fett zu. Ich kann nicht essen was ich will und trotzdem schlank bleiben. Deine Gene sind nicht grundlegend schlechter als meine. Ich konnte etwas machen. Du auch. Was?

Suche dir ein System.

 Und fange an.

 

1. Informationen gibt es genug – Taten sind Mangelware

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Wie viele Bücher sind im letzten Jahr zum Thema Gesundheit, Ernährung und Fitness erschienen? Vermutlich so viel noch nie. Werden wir deshalb gesünder?

Es gibt eine riesige Flut an Informationen zum Thema Gesundheit. Leute, die sich mit Fitness beschäftigen sind nun mal viel profitabler als Leute die fit werden. Um fit zu werden braucht man nämlich kein Geld in die Fitnessindustrie zu investieren.

Etwas zu planen ist oft komplizierter als es zu tun.

Wenn du gesund und fit werden willst musst du darin nicht viel Zeit investieren. Ein paar Stunden die Woche reichen. Ich selbst habe sehr viel Zeit in das Aneignen von Informationen gesteckt, viel mehr als ich in die tatsächliche Tätigkeit investiert habe. Dabei habe ich gemerkt, dass das einem auch nur bedingt weiter hilft.

Mein Vorschlag, wenn du damit ebenfalls Probleme hast:

Handele zuerst und passe dein Handeln dann je nach Ergebnis an.

Natürlich ist auch es auch nicht gut (vor allem für mich ;) ) wenn du dir gar keine Zeit für ein paar nützliche Informationen nimmst. Wie kannst du das konkret umsetzen?

Konkret zum Beispiel indem du nur dann etwas über Ernährung liest, wenn du an diesem Tag noch keinen Zucker gegessen hast.

Oder nur dann etwas über Training redest, wenn du heute oder gestern trainiert hast. 

Vielleicht ist die Tätigkeit am Anfang noch nicht perfekt. Aber das ist es nie. Wichtiger ist, dass du gleich eine Angewohnheit bekommst, die Dinge auch umzusetzen. Es einfach zu machen und danach wissen dass es funktioniert. Nicht darüber zu lesen und zu glauben dass es funktioniert. Davon wird nämlich niemand dünn.

2. Du wirst über Meinungen stehen

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Jemand der etwas macht muss sich um Meinungen nicht mehr kümmern. In einem gewissen Rahmen sollte er sich sogar nicht mehr darum kümmern, denn sie halten nur von der Linie ab, die man eingeschlagen hat.

Eine mittelmäßige Antwort auf die Meinung, fettiges Essen sei ungesund und mache dick:

„Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf dass fettiges Essen alleine dick macht. Ich habe eine Studie gelesen wonach es sogar beim Abnehmen helfen kann.“

Eine bessere Antwort:

„Ich esse seit zwei Jahren fettiger als je zuvor, habe 20 Kilo verloren, fühle mich besser, bin stärker und seltener krank.“

Doch um letzteres sagen zu können muss man es erst einmal machen.

3. Inaktivität ist noch schlimmer

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Außer für ihn.

Handlungen sind für viele Menschen angsteinflößend. An einer Handlung können wir scheitern. An einer Handlung können wir uns verletzen. Eine falsche Handlung schlägt uns sofort ins Gesicht. Wir fangen eine neue Diät an, scheitert und fühlen uns in zwei Wochen noch schlechter.

Bei Inaktivität hat man das nicht. Dort sind wir sicher. Daran verletzen wir uns nicht. Daran scheitern wir nicht. Es ist komfortabel.

Dem Unwohlsein, das mit einer Handlung kommen kann können wir uns durch Inaktivität aber nicht entziehen.

Es hat nur eine andere Form: Es ist schwach, aber chronisch. Es lässt uns langsam zerfallen, unsere Muskeln verschwinden und Figur verschlechtern.

Diese Vorstellung finde ich schlimmer als an einer Handlung zu scheitern.

Einfach anfangen Inaktivität
Fokus Tägliches System Langfristiges Ziel ohne Handlung
Resultat Schafft Realität, Wissen Unsicherheit, Meinungen
Worst case Narbe Langsamer Zerfall
Best case Ziel erreicht Langsamer Zerfall

4. Motivation folgt Taten

Ich war schon lange bevor ich auch nur ein bisschen abgenommen habe im Fitnessstudio. Habe es immer geschafft dort aufzutauchen, auch wenn die Motivation nicht da war. So geht das, dachte ich. Wenn man abnehmen will muss man etwas machen, das man hasst so lange bis das Gewicht stimmt, dann darf man wieder aufhören.

Das stimmt nicht!

Stellen wir uns mal einen übergewichtigen Menschen vor, der abnehmen will. Nennen wir ihn Janek.

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Er hat noch einen langen Weg vor sich ;)

Woche 0: Janek ist ziemlicher Bewegungsmuffel.Wie viel Motivation hat er in diesem Zustand, um Sport zu machen? Null.

Er schafft es jetzt durch viel Willenskraft auf seine Ernährung zu achten und sich regelmäßig zu bewegen.

Woche 2: Janek hat es zwei Wochen durchgehalten. Es macht ihm leider immer noch nicht super viel Spaß. Resultate sieht er auch keine. Motivation +0. Halte durch!

Woche 4: Janek merkt, dass er zwei Kilo weniger wiegt und hat sich langsam daran gewöhnt ins Fitnessstudio zu gehen, er muss sich nicht mehr zwingen. Super! Motivation: +10.

Woche 8: Janek wiegt jetzt fast fünf Kilo weniger, er merkt, dass es funktioniert! Auch im Alltag spürt er das fehlende Gewicht, wenn er zum Beispiel den ganzen Tag am Laufen ist tun ihm abends nicht mehr die Füße weg. Motivation +20.

Woche 12: Janek wurde nun schon oft auf sein fehlendes Gewicht angesprochen. Motivation +20.

Woche 15: Janek hat die neue Ernährungsweise und den Sport voll im Alltag integriert. Der Urlaub war schön, aber wirft ihn etwas aus der Bahn. Er hat danach keine Lust wieder trainieren zu gehen. Motivation -10.

Woche 16: Nachdem Janek die Woche nach dem Urlaub keinen Sport gemacht hat, hat er es jetzt geschafft weiterzumachen. Und ihm fällt wieder ein, dass er sich danach immer so gut gefühlt hat! Er kommt wieder in den Rhythmus. Desaster abgewendet! Motivation +10.

Woche 24: Janek schaut in den Spiegel und ist erstaunt: Seine Männerbrust ist verschwunden und man kann seinen Trizeps sehen! Außerdem fühlt er sich so fit wie noch nie zuvor. Er freut sich schon auf das nächste Training. Motivation +50.
Janek hat es geschafft. Er wird nicht mehr zu seinem alten Ich zurückkehren. Er braucht überhaupt keine Motivation mehr, er macht es einfach und es macht ihm Spaß.

 

Habe ich heute immer, jedes Mal Lust auf Bewegung? Bestimmt nicht! Aber ich weiß was es bringt und ich weiß dass ich Lust darauf bekomme sobald ich anfange. Dieses Gefühl bekommt man irgendwann und das macht es viel einfacher zu trainieren wenn man sich nicht danach fühlt.

Ich würde jetzt gerne eine perfekte Lösung für diese ersten Wochen haben, bei denen man es macht, ohne schon Resultate dafür gesehen zu haben. Aber ich weiß wie schwer das ist. In dieser Zeit macht man es, ohne den Beweis vor Augen zu haben, dass es funktioniert. Das ist schwer.

Deshalb brauchst du hier ein System auf das du dich konzentrierst, das dich dazu bringt dein Vorhaben auch durchzuziehen.

Sobald du die Anfangsschwierigkeiten überwunden hast kannst du etwas aufatmen, denn …

5. Der Schneeball rollt in beide Richtungen

snowball

Dieser Schneeball ist deine Fitness. Viele Menschen balancieren ihn auf einem guten Niveau umher. Manchmal strengen sie sich etwas an, schaffen es, ihn für eine Weile nach oben zu drücken und ihrem Ziel näher zu kommen, aber geben auf, bevor die Kuppe erreicht ist.

Vielleicht rollt bei dir der Schneeball gerade mit vollem Karacho die falsche Bergseite hinunter. Es ist viel leichter ihn rollen zu lassen als sich ihm entgegen zu stellen. Das ist der schwerste Teil. Aber der Berg wird immer flacher, je näher du an der Spitze bist. Und irgendwann kannst du den Ball wieder rollen lassen!

schneeball

Zum Beispiel:

Falsche Richtung Richtige Richtung
Süßigkeiten Zucker macht süchtig: Je mehr ich davon esse, desto öfter bekomme ich Lust darauf. Mein Bedürfnis nach Zucker verschwindet immer mehr, ich kann ihn jetzt dann genießen wenn es sich wirklich lohnt.
Sport Ich bin schlecht, es macht mir keinen Spaß. Ich mache weniger Sport. Es macht mich glücklich wieviel ich schon geschafft habe und dass ich zu den Stärkeren im Studio gehöre. Ich gehe gerne hin.
Kochen Ich versuche etwas Gesundes zu kochen, aber scheitere und es schmeckt nicht. Ich wusste dass gesundes Essen nicht schmeckt. Beim nächsten Mal probiere ich es gar nicht. Ich habe nach etwas rumprobieren ein paar Rezepte gelernt um gesundes Essen so zuzubereiten dass es mir schmeckt. Ich habe Lust neue Dinge auszuprobieren.

Gut essen, viel bewegen. Dieses langweilige Zeug funktioniert. Nicht immer in einer Woche, nicht immer in einem Monat. Aber es funktioniert. Und sobald es zu deinen Gewohnheiten gehört, ist der Schneeball über dem Berg.

Dein zukünftiges Ich kann so aussehen wie du willst. Du gelangst ganz automatisch zu ihm, wenn du die richtiges Systeme Tag für Tag anwendest.

Halte durch, es wird wieder leichter.

 

Meine Fragen an dich

 

  1. Gibt es einen Bereich, über den du mehr liest oder redest als zu handeln?
  2. Konntest du eine Meinung durch eine Handlung entkräften? Es ist ein tolles Gefühl!
  3. Welche deiner guten oder schlechten Angewohnheiten verstärken sich von selbst?

 

 

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Bildquellen:
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