Es schmeckt dir nicht? Probiere es nochmal!

 

Gibt es ein Lebensmittel, das dir einfach nicht schmeckt? Vermutlich schon – so wie jeder seine Vorlieben hat gibt es, Lebensmittel, bei denen sich der Magen umdreht.

Was ich noch nie wirklich genießen konnte? Rosenkohl. Auch wenn er auf dem Bild oben ziemlich lecker aussieht, sobald ich ihn im Mund habe, bereue ich es.

Dabei versuche ich es trotzdem immer mal wieder, denn ich würde ihn gerne mögen. Tatsächlich wird es von Mal zu Mal besser!

Vielleicht geht es dir auch so – ein Lebensmittel, das dir bisher nicht wirklich schmeckte, du aber gerne mögen würdest. Etwa weil es so gesund sein soll (Kohl), weil es so günstig ist (Magerquark) oder weil du es bisher nur mit viel Zucker genießen kannst (Kaffee).

Das muss so nicht sein. Wenn du willst, kann dir alles schmecken. Der Schlüssel dazu ist Wiederholung.

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Das Ratlose Rentier sagt:

Was meinst du mit Wiederholung? Es schmeckt mir einfach nicht!

 

 

 

Was wir mögen oder nicht, hat mehr mit unserer Umgebung zu tun als mit unserer Persönlichkeit.

 

Wenn du zurückdenkst an dein erstes Bier, hat es dir geschmeckt? Mir zumindest nicht und den meisten ging es ähnlich.

Trotzdem trinke ich es heute gerne, genau wie die Mehrheit der Deutschen. Woran liegt das? Warum haben wir etwas weitergetrunken, obwohl unser erster Impuls war, dass es bitter und eklig schmeckt?

In diesem Fall kommt es von sozialem Druck – Bier war eben da, Freunde und Eltern trinken es und man will sich nicht die Blöße geben, zu sagen es schmecke einem nicht. Also steht man es durch – plötzlich wendet sich das Blatt und man trinkt es gerne.

Das nennt man einen „anerzogenen Geschmack“.

Dafür gibt es noch deutlich mehr Beispiele: Chili, dunkle Schokolade oder natürlich schwarzer Kaffee.

Etwas, das du gestern noch gehasst hast, kann morgen dein Lieblingsessen werden!

 

Iss etwas, das du hasst!

 

 

Ich gebe es zu: Das übergewichtige Kind in meinem Inneren ist immer noch da. Milchschokolade schmeckt mir oft besser als die mit 90% Kakao. Gummibärchen schmecken besser als Blaubeeren und Barbecue-Chips besser als Broccoli.

Heute esse ich jeweils letzteres und nicht das erste – und es macht mir nichts aus. Sobald es zur Gewohnheit geworden ist, wenig Zucker zu essen und auf gewisse Lebensmittel zu verzichten, ist dafür keine Überwindung mehr nötig.

Früher kam der Druck gesund zu essen noch von deinen Eltern, wodurch ich mich auch ziemlich früh an Broccoli gewöhnt habe. Wenn du heute etwas essen willst, das dir nicht schmeckt, brauchst du dafür Willenskraft.

Vor kurzem habe ich darüber geschrieben, wie du deine Willenskraft trainieren kannst; heute gibt es dazu eine neue Übung:

Finde etwas, das du hasst obwohl es gut für dich ist. Iss es regelmäßig.

Zu Beginn wird es dir keinen Spaß machen. Bringe es hinter dich. Du wirst merken, dass du mit der Zeit neue Geschmäcker herauslösen kannst. Ist es süßer geworden? Kommt nach der ersten Bitterheit ein Aroma hervor? Vielleicht magst du ja auch die Textur nicht, warum nicht? Wie fühlt sich die Rosine in deinem Mund an? Ist es wirklich so schlimm?

Egal wie sehr du dich am Anfang dagegen gesträubt hast – irgendwann kann dir jedes Lebensmittel schmecken.

Jetzt brauchen wir nur noch eine umgekehrte Methode, mit der Pizza und Zucker für uns ungenießbar werden – die habe ich leider immer noch nicht gefunden ;)

 

Meine Fragen an dich

 

  • Welche Lebensmittel hast du früher gehasst, isst sie jetzt aber regelmäßig?

 

  • Gibt es Lebensmittel, bei denen es dich immer noch sträubt sie zu essen, egal wie oft du es probierst?

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PS. Nachdem ich meinen Physik-Bachelor abgeschlossen habe und bis zum Master noch Zeit habe, bin ich seit einer Woche in Südostasien, im Moment in Chiang Mai, Thailand, unterwegs :)

Hier musste ich das oben Geschriebene noch nicht anwenden, das Essen war bisher ziemlich lecker!

– Janek

 

 

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4 Gedanken zu „Es schmeckt dir nicht? Probiere es nochmal!

  1. Oh wie schön – dann wünsche ich Dir als erstes eine schöne Reise! Als Kind konnte ich Avocados nicht ausstehen und heute liebe ich sie. Aber dafür esse/trinke ich heute nach wie vor kein Bier (da kann der soziale Druck noch so gross sein), keinen Kaffee (obwohl ich es lange versucht habe – ich kann den Geschmack nicht ausstehen) und keine Shiitake Pilze. Die restlichen Lebensmittel mag ich alle sehr gerne :-)
    Liebe Grüsse
    Ariana

    1. Danke! Bei Bier oder Kaffee sehe ich kein Problem, wenn man es nicht gerne mag. Es ist aber gut, dass es die Avocado geschafft hat.;)

  2. Früher mochte ich keine Zwiebeln (meine Mutter seiht heute noch die Sosse ab, damit mein Vater keine Zwiebelstücke abkriegt), heute liebe ich Zwiebeln in vielen Formen.

    Rosenkohl ist eins der Dinge, die ich immer noch nicht mag, genau wie Fenchel. Dafür freunde ich mich grad mit Wirsing an, da kann der Rosenkohl als nächstes kommen.

  3. Gute Beispiele! Als ich festgestellt habe, dass es einen Haufen Lebensmittel gibt, die super gesund sind, aber mir nicht schmecken, musste ich eben genau an meine Bier-Angewöhnung zurückdenken, und habe beschlossen, Leber und Rosenkohl irgendwann zu mögen. Jetzt bin ich an einem seltsamen Punkt angekommen: Ich freue mich, wenn es Leber oder Rosenkohl gibt, obwohl ich den Geschmack immer noch nicht so richtig mag.

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