Kaffee für die Fitness?

Heute schon Kaffee getrunken?

Vermutlich schon. Im Schnitt trinken wir Deutschen 2 Tassen am Tag. Und das ist nicht ungewöhnlich: Überall auf der Welt hat sich Kaffee durchgesetzt und gehört zum Alltag verschiedenster Kulturen.

Koffein ist die am meisten konsumierte pharmakologische Substanz weltweit.

Doch was hat es auf sich mit dieser merkwürdigen schwarzen Flüssigkeit? Ist es in Ordnung, dass wir so viel davon trinken?

Was macht Kaffee mit uns?

 

Die Effekte von Koffein sind mittlerweile gut erforscht und auch Studien bestätigen, was jeder Student schon weiß:

Unter Koffeineinfluss wird die Konzentrationsfähigkeit gesteigert, Müdigkeit unterdrückt und die Gedächtnisleistung verbessert.

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Professor Protein sagt:

Adenosin wird im Nervensystem gebildet, um bei starker Gehirnaktivität die Aktivität der Nervenzellen wieder zu senken. Koffein kann dieselben Rezeptoren wie Adenosin besetzen, besitzt aber nicht die gleiche hemmende Wirkung.

Koffein greift also in unser Gehirn ein und sorgt dafür, dass die Nervenzellen weiterarbeiten, auch wenn der Körper sie gerne etwas bremsen würde!

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Die Altkluge Amsel sagt:

Das kann doch auf Dauer nicht gesund sein!

 

 

Hat sie Recht?

Diese Frage beschäftigt auch die medizinische Forschung – und ein endgültiges Ergebnis ist schwierig zu bekommen.

Während ich die Altkluge Amsel in ihrer Skepsis verstehen kann, mit regelmäßigem Kaffeekonsum in die Prozesse des Gehirns einzugreifen, konnte die medizinische Forschung unterm Strich bisher eher positive Langzeiteffekte finden.

Neuere Studien finden etwa Zusammenhänge von regelmäßigem Koffeinkonsum zu einem geringerem Risiko an Herzinfarkt, Schlaganfällen und Demenz zu erkranken.

Diese Effekte sind aber noch nicht perfekt verstanden und beruhen nur auf Beobachtungen, was alleine also kein Beweis ist. Sorgen machen muss man sich um seinen Kaffeekonsum aber anscheinend nicht.

Kaffee scheint es ähnlich wie unseren gesättigten Fetten zu gehen: Es ist im Alltag als ungesund bekannt – was von der medizinischen Forschung aber nicht bestätigt werden kann.

 

Kaffee für die Fitness?

 

Gesundheitlich gibt es also erstmal nichts, was gegen Kaffee spricht.

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Das Ratlose Rentier fragt:

Gesundheit ist ja schön und gut, aber ich will einfach nur abnehmen und gut aussehen!

Soll ich Kaffee trinken?

 

Du bist ja ganz schön oberflächlich…

Auch hier gibt es aber gute Nachrichten für dich: Koffein hat nicht nur auf dein Gehirn eine anregende Wirkung, sondern auch auf deine Figur!

Das passiert auf zwei Arten:

 

1. Fettverbrennung

 

Einerseits wird vom Koffein selbst die Fettverbrennung des Körpers angeregt.

Kaffee kann dir also beim Abnehmen helfen!

Vorausgesetzt, es ist der richtige!

Ich bin der Meinung, dass man sich bei seinen Getränken möglichst auf Wasser beschränken sollte – es ist günstig, wir brauchen es und es hat keine Kalorien!

Wie sieht es bei Kaffee aus?

  • Ein schwarzer Kaffee hat ebenfalls keine Kalorien.
  • Ein Kaffee mit etwas Milch und Zucker kann 50 Kalorien haben. Mehr als nichts, aber auch nicht bedenklich.
  • Ein Frappuchino mit Sirup und Sahne bringt es dagegen schnell mal auf mehrere hundert Kalorien – was jeden Fettverlust-Effekt zunichte macht.

Selbst wenn Koffein einen förderlichen Effekt auf die Fettverbrennung hat – Kalorien und Zucker, den wir über Getränke zu uns nehmen machen diesen Effekt schnell wieder kaputt.

Bleibe also bei deinem normalen Filterkaffee, Espresso oder Tee, wenn es dir ums Abnehmen geht!

 

2. Kraft und Leistungsfähigkeit

 

Vor allem bei Ausdauersportarten, aber auch bei Kraftsport kann Koffein die Leistungsfähigkeit steigern.

Es ist kein Wunder, dass Koffein bei vielen professionellen Athleten zur Grundversorgung vor Wettkämpfen gehört und bis 2004 auch noch als Dopingmittel gezählt wurde.

Hängst du  in deinem Training hinterher? Würdest du dich gerne mehr steigern, als dies im Moment der Fall ist?

Dann kann dir eine Tasse Kaffee vor dem Training eventuell helfen 100% zu erreichen!

Für viele Hobbyathleten spielt der Effekt aber auch keine so große Rolle. Hier ist eher der Effekt gegen die Müdigkeit wichtig.

Bei mir kann eine Tasse Kaffee am Morgen den Unterschied machen. Bin ich zu müde und zu faul ins Fitnessstudio zu gehen, kann Kaffee mir einen kleinen Tritt in die richtige Richtung geben und Lust auf etwas Bewegung zu geben.

 

Kaffeesucht

 

Bisher scheint mit Kaffee ja alles in Ordnung zu sein:

Gesundheitlich spricht mehr dafür als dagegen, es kann beim Abnehmen und beim Sport helfen.

Einen kleinen Haken gibt es aber trotzdem noch:

Wir gewöhnen uns an Kaffee.

Sobald unser Körper merkt, dass die Adenosin-Rezeptoren von Koffein belegt sind, kompensiert er dies, indem er mehr Rezeptoren bildet. Das Resultat ist, dass der Körper das Koffein „erwartet“, um den Normalzustand zu erreichen.

Damit ist dann nicht nur der anregende Effekt dahin, wir benötigen Kaffee auch, um die Leistungsfähigkeit zu erreichen, die wir eigentlich ohne Koffein hätten.

Fällt die tägliche Tasse Kaffee dann aus, spüren wir dies als Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder Müdigkeit.

Die Entwöhnung geht aber schnell. Schon ein paar koffeinfreie Tage sind genug, um den Körper wieder auf eine normale Arbeitsweise einzustellen, womit auch die anregende Wirkung von Koffein zurück kommt.

Trinkst du jeden Tag mehrere Tassen Kaffee?

Dann könntest du davon profitieren, deinen Körper ab und zu davon zu entwöhnen.

Nicht nur, weil du dann bei erneutem Kaffeegenuss wieder eine stärkere Wirkung spürst, sondern weil es auch kein schönes Gefühl ist, in seiner Leistungsfähigkeit von dem Konsum einer Substanz abhängig zu sein. Für mich jedenfalls nicht.

Lege also ab und zu eine Kaffeepause ein!

Am besten an Tagen, an denen es nicht schlimm ist, wenn deine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit etwas leidet.

 

Wie machst du es, Janek?

Kaffee

Ich liebe Kaffee! 

Trotzdem versuche ich meinen Konsum auf eine Tasse am Tag zu beschränken, was auch ziemlich gut klappt. Dass Kaffee gerade morgens so beliebt ist, kann ich gut verstehen. Das vertraute Getränk stellt ein Ritual dar, dass unseren Morgen etwas angenehmer macht. Zudem liefert das Koffein unserem Körper ein Signal, dass der Tag jetzt beginnen kann.

Trotzdem versuche ich, gelegentlich für ein paar Tage oder Wochen auf Kaffee zu verzichten und steige auf Tee um.

Meine Lieblingszubereitung?

Ich habe schon viele Arten durchprobiert. Vielleicht hast du ja schon vom Bulletproof Coffee gehört, der gerade in Paleo-Kreisen sehr beliebt ist. Dabei wird Kaffee mit Weidebutter und kaltgepresstem Kokosöl im Mixer zubereitet. Durch die Fette sättigt das schon ziemlich und der Energieschub ist etwas ausgeglichener und länger. Ich mag ihn ziemlich gerne.

Hier sollte man aber bedenken, dass dieser oft als Frühstücksersatz getrunken wird – frühstückst du schon ausgiebig mit gesunden Fetten gibt es keinen Grund, noch extra Butter in den Kaffee zu geben!

In letzter Zeit benutze ich aber auch oft ein Eigelb, vor allem wenn ich sowieso Eier mit dem Kaffee frühstücke. Das kommt dann mit dem Kaffee in den Standmixer und schäumt wunderbar auf! (siehe unten) Zusätzlich kann man dann nach Belieben ein Stück Kokosfett oder Butter hinzugeben, wenn man das möchte.

Frühstück

Kaffe mit Eigelb und Kokosöl – Achte besonders auf den wunderschönen Schaum :)

 

 

 

Meine Fragen an dich:

 

  • Wieviele Tassen Kaffee trinkst du pro Tag?

 

  • Benutzt du Koffein gezielt vor deinem Training?

 

  • Welche Kaffeevariante ist dir am liebsten? Filter, Presse oder Espresso? Mit Milch, Kokosfett, oder etwas anderem?

 

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2 Gedanken zu „Kaffee für die Fitness?

  1. Hallo Janek,

    ich trinke ca. 4 Tassen Kaffee pro Tag und versuche immer 20 min vor dem Training einen Espresso zu trinken.

    Mein Kaffee ist immer schwarz, morgens mit Kokosfett verfeinert. :-)

    Viele Grüße,

    Pawel

  2. Guter Artikel! Kaffee ist aus meinem Leben auch nicht wegzudenken – 1 Tasse pro Tag. Dann aber qualitativ sehr hochwertig – meist morgens und auch als Bulletproof Coffee. In meiner „Kaffee Fastenzeit“ steige ich dann meist auf Green Smoothies am Morgen um. ;-)

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