Sei Nett Zu Dir

 

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Das Ratlose Rentier sagt:

Ich habe letzte Woche überhaupt nicht trainiert! Ich werden wohl niemals den Körper haben, den ich gerne hätte… Vielleicht sollte ich einfach aufhören statt meine Zeit zu verschwenden.

 

Geht es dir auch so wie ihm? Weichst du einmal von deinem Plan und dein Kopf füllt sich sofort mit negativen Gedanken und Selbstkasteiung?

Geht es dir so, so liegt das Problem vermutlich nicht an deinem Trainingsplan oder deiner Ernährung. Sondern du brauchst einfach eine kleine Pause.

Mehr ist nicht immer besser

 

 

Im Fitness-Mainstream bekommen wir oft die gleiche Nachricht zu hören: Pushe dich über deine Grenzen, sei besser als gestern und lasse kein Training ausfallen!

Das ganze hat jedoch auch eine Kehrseite, von der man nur selten hört: Diese ganzen Befehle strengen ziemlich an.

Betrachte deine Fortschritte objektiv von außen.

Was würde jemand sagen, der sieht dass du nach sechs Wochen stetigem Fitnessstudiobesuch nun eine Woche verpasst hast?

Oder dass du nach langem Zuckerverzicht nun eine halbe Tüte Gummibärchen verputzt hast?

Ich würde in dieser Situation zumindest nicht von dir denken, dass du ein Versager bist. Sondern ein Mensch, der ziemlich gute Arbeit geliefert hat – und jetzt eben einen kleinen Ausrutscher hatte.

Betrachten wir uns so – von einer objektiven Perspektive – dann verstehen wir auch, dass uns ein Tag voller Junkfood nicht zu einem Heißluftballon anwachsen lässt. Dass eine Woche ohne Training nicht sämtliche Muskeln verschrumpeln lässt.

Und dass für uns ein glückliches Leben nicht nur aus Broccoli und grünem Tee besteht, sondern wir ab und zu einen Ausgleich brauchen.

Es geht darum, deine Lebensqualität zu erhöhen. Sobald das Gegenteil passiert, läuft etwas falsch.

 

 

Sorgst du dich so sehr um Industriezucker, dass du den restlichen Tag unglücklich bist, weil du doch mal schwach wurdest?

Willst du dich am liebsten in einer Höhle einnisten und sämtliche soziale Veranstaltungen absagen, weil du weißt, dass du dann ungesund essen wirst?

Atme durch. Es gibt Schlimmeres im Leben als deine Fitness-Ziele zu verfehlen.

Ich bin nicht perfekt. Ich hatte bei Geburtstagen immer ein Stück Kuchen, ich esse auch mal eine Süßigkeit. Trotzdem konnte ich abnehmen und bin mit meinem Körper heute zufrieden.

Deine Ergebnisse entscheiden sich an den Gewohnheiten, die du tagtäglich ausübst. Ob es immer Cornflakes zum Frühstück gibt oder ein Omelette mit Gemüse. Ob du mittags gewöhnlich auswärts essen gehst oder gekochte Eier und Gemüse in deiner Lunchbox hast. Sie entscheiden sich nicht an dem einen Ausrutscher von eben.

Wenn du strategisch bist und an deinen Zielen arbeitest, dann werden Ergebnisse folgen. Sie werden nicht komplett ausbleiben nur weil du mal kenterst und deine Ziele über Bord gehen.

Du hast es heute vermasselt? Kein Problem und weiter geht’s!

 

 Meine Fragen an dich

 

  • Wann bist du das letzte Mal von deinen Anforderungen an dich selbst abgewichen?

 

  • Wie gehst du damit um, wenn du einen Fehler machst?

 

 

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PS. Das Übernachten an einem Busterminal in Bangkok kann auch dafür sorgen, dass die Fitness in den Hintergrund rückt – heute Abend bin ich aber wieder nett zu mir und schlafe in einem Bett :)

 

– Janek

 

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Ein Gedanke zu „Sei Nett Zu Dir

  1. Super Artikel, sollten sich gerade viele Anfänger zu Herzen nehmen. Wenn man für jeden Rückschlag am eigentlich Ziel zweifeln würde, kommt man am Ende nie voran.

    Es geht halt manchmal einfach nicht mit der Peitsche.

    Ich erlebe das gerade auch beim Thema Abnehmen immer wieder, wie du es schon beschrieben hast: Ein Stück Kuchen und das Gewissen ist am Boden. Was man hier erstmal begreifen muss: Nicht das einzelne Lebensmittel ist so richtig schlecht, es entscheidet immer die Gesamtheit der Ernährung. Noch nicht mal die des Tages, sondern vielmehr die der Woche oder des Monats. Ein Stück Kuchen geht doch über Wochen gesehen vollkommen unter.

    Gerade als ich vor einigen Jahren zur Fitness fand, habe ich auch einige male daran gedacht aufzuhören und dachte es macht eh kaum Sinn. Viel zu viel Input von außen, was man denn alles verkehrt machen kann! Mit jedem Punkt den ich besser machte, entdeckte ich wieder zwei, die anscheinend vollkommen falsch liefen. Das Problem ist, dass man sich nur noch auf die schlechten Punkte fokussiert und die enormen Verbesserungen außer acht lässt. Man schmälert halt automatisch seine Leistungen und macht sich kleiner als man ist.

    Irgendwann machte es mir auch einfach Spaß mein essen im Griff zu haben. Auf die Ernährung zu achten gehört mittlerweile einfach genauso für mich dazu wie der Sport. Kein Zwang, einfach ein fester Bestandteil im Alltag. Wie Zähneputzen.
    Wichtig ist auch den Kopf so zu polen, dass du eben auch mal Tage hast an denen du die Kalorien Kalorien sein lässt. Bei mir sind das bspw. die Weihnachtstage und mein Geburtstag. Hier esse ich einfach nur worauf ich Lust habe. Du isst ja nicht aus Zwang, sondern weil du es so möchtest.

    Auch wenn es im Training mal nicht mehr so läuft: Kleine Plateaus erreicht einfach jeder mal. Wichtig ist meiner Meinung nach immer das große Ganze im Auge zu behalten.
    Gerade im Sport zeigt meine Erfahrung, dass sobald die Gedanken rund ums Training immer negativer werden, oft der Körper mit der Erholung nicht richtig hinterherkommt. Etwas mehr Essen, mehr Schlaf, Reduzieren des Alltagsstresses oder aber auch mal eine Woche Pause können hier Wunder wirken.

    Ich sag ganz gerne: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen!

    Danke für deinen Artikel und beste Grüße
    Tony

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